Das letzte Protokoll – Chuck Palahniuk

14. März 2010 § 6 Kommentare

Ich hatte mir schon ewig vorgenommen, was von Palahniuk zu lesen – hier jetzt endlich der erste Versuch.

Um was gehts? Misty und Peter haben sich auf der Kunstakademie kennengelernt, heirateten und zogen auf die Peters Heimatinsel Waytansea. Große Künstler sind beide jedoch nicht geworden: Peter bessert die Häuser der reichen Touristen aus, und Misty kellnert im Hotel Waytansea. Und auch wenn Peters Mutter ihre Schwiegertochter immer wieder drängt, doch wieder zu zeichnen: Es möchte einfach nicht klappen. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse: Peter liegt nach einem Suizidversuch im Koma, und Misty ist mit einem gebrochenen Bein ans Bett gefesselt. In den Häusern, in denen Peter gearbeitet hat, tauchen Wände auf, wo vorher keine waren, und es stehen wüste Verwünschungen und Drohungen überall. Erst nach diesen Ereignissen beginnt Misty wieder zu zeichnen, und zwar geradezu besessen. Und in ihr wächst das Gefühl, dass sie in großer Gefahr schwebt.

Fazit: Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, von dem Autor, der die Romanvorlage zu „Fight Club“ geschrieben hat. Das Buch ist sehr schräg, teilweise auch ziemlich krank – aber manchmal mag ich sowas ja sehr gern. Man muss sich auf sowas einlassen können/wollen, dann ist das hier auf jeden Fall eine spannende und außergewöhnliche Lektüre. Ich will mich hier gar nicht dazu versteigen, irgendeine Interpretation zu versuchen, sondern will es dieses Mal einfach mit einer einfachen, aber ausdrücklichen Leseempfehlung belassen. Und, Chuck: Wir lesen uns demnächst mal wieder!

ISBN: 978-3442542154

288 Seiten

Originaltitel: Diary

Goldmann

€7,95

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§ 6 Antworten auf Das letzte Protokoll – Chuck Palahniuk

  • Marcel sagt:

    Bezüglich Palahniuk kann ich nur empfehlen, „Fight Club“ zu lesen – besser als der Film und vor allem auch sprachlich sehr interessant. Sicherlich muss man auch ein wenig dafür gemacht sein, Palahniuk zu mögen 😉 Hatte mir immer vorgenommen, noch weitere von ihm zu lesen. Dazu bin ich leider noch nicht gekommen.

  • Julia sagt:

    Fight Club steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste. „Haunted“ soll ja auch ziemlich krass sein, was man so hört.

  • „Fight Club“ ist auch meiner Meinung nach das beste Buch von Chuck Palahniuk, aber auch „Das letzte Protokoll“ fand ich lesenswert (meine Rezension hier: http://www.leselink.de/buecher/fantasy/das-letzte-protokoll.html). „Haunted“ ist definitiv ziemlich krass und nichts für schwache Gemüter. Bei Lesungen fallen bei einer der Kurzgeschichten in dem Buch (Guts / Vorfall) die Leute reihenweise in Ohnmacht.

  • Julia sagt:

    Stimmt, das mit den Ohnmachtsanfällen hatte ich auch mal irgendwo gelesen. Mit Fight Club will ich auch gar nicht mehr lange warten und Haunted werde ich bestimmt irgendwann auch noch lesen.

  • Lullaby sagt:

    Ich finde alle seine Bücher lesenswert .. besonders jedoch „Der Simulant“ und natürlich „Frazte“.
    Und gerade Fratze kann es locker mit Fight Club aufnehmen. Fazinierend an ihm ist, dass jeders Buch anders ist, doch sein Stil bleibt. Jedes Buch hat quasi ein besonderes Thema, über das man sehr viel nebenbei lernt. Sei es über diverse Künstler in das letzte Protokoll , oder über nützliche Haushaltstipps in der Simulant.
    Und auch wenn es einige langweilen mag, gefallen mir seine stetigen Wiederholungen, die er in jedem neuen Roman bringt, wie die Zitate von Tyrannen in Bonsai, die zweifelsfrei die Gehirnwäsche des Agenten zeigt und somit die Tür für ein gewisses Verständnis für die Charaktere öffnet.
    Im allgemeinen würde ich für jedes seiner Werke eine Leseempfehlung aussprechen, selbst wenn einige Werke besser und andere weniger gut erscheinen. Ein Palahniuk bleibt ein Palahniuk .

  • Julia sagt:

    Ich muss gestehen, ich habe das Vorhaben, ein weiteres Buch von Palahniuk zu lesen, gar nicht mehr so sehr verfolgt. Ich sollte es aber wirklich mal machen.
    Du scheinst dich ja gut auszukennen, Respekt! Hast du alles von ihm gelesen?
    In der Regel finde ich es auch toll, wenn man den Stil eines Autors immer wieder erkennt und er gewissen Themen/Erzähltechniken auch treu bleibt. Wenn ich das in einem Buch mochte, will ich gerne mehr davon lesen. Langweilig finde ich das in der Regel nicht – klar kann man bestimmte Themen auch tot“schreiben“, aber das ist eigentlich selten der Fall. Wenn man den Stil eines Autors nicht mag, muss man ja kein zweites Buch von ihm lesen.
    Aber so allmählich bin ich wieder mehr auf Palahniuk gespannt – das nehme ich wirklich mal in Angriff demnächst. Danke für die Inspiration!

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