Drachenläufer – Khaled Hosseini

2. Januar 2011 § 3 Kommentare

Da ich grade mit dem Lesen schneller bin als mit dem Darüber-Schreiben, hier noch eine Rezension aus dem letzten Jahr. Und gleichzeitig wünsche ich euch allen natürlich noch ein frohes Neues!

Diesem Buch eilt ja ein dermaßen guter Ruf voraus… Als ich jetzt über Weihnachten mal wieder für ein paar Tage bei meinen Eltern war und gleichzeitig noch viel Muße zum Lesen hatte (vorgenommen hatte ich mir das nämlich schon sehr oft, war aber bisher nicht dazu gekommen), hab ich mir das Buch aus dem Regal geschnappt und innerhalb von zwei (oder doch drei?) Tagen ausgelesen.

Vielleicht muss ich ja gar keine großen Worte mehr über die Handlung machen, weil es eh jeder schon kennt. Hier also der Inhalt, zusammengefasst in aller Kürze. „Drachenläufer“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft im Afghanistan der 1970er. Hassan und Amir kommen zwar aus unterschiedlichen Schichten, sind aber dennoch recht gute Freunde. Dann gerät jedoch Hassan in eine Notlage, und Amir hilft ihm nicht, sondern läuft davon. Als Amir dann einige Jahre später mit seinem Vater in die USA auswandert, verliert er endgültig Hassans Spuren. Erst, als er schon erwachsen ist, bringt ihn der Anruf eines alten Freunde dazu, über Pakistan nach Afghanistan zu reisen, um seinen Fehler von damals wieder gut zu machen.

Auch mit hat dieses Buch echt gut gefallen, weil es spannend erzählt ist und auch ein bisschen hilft, die Geschichte Afghanistans – das wir ja nur aus den Nachrichten kennen und mit Krieg und Unterdrückung in Verbindung bringen – nachvollziehen zu können. Klar gehören die großen Gefühle und ein kleines bisschen Vorhersagbarkeit bei so einer Geschichte fast schon zwingend dazu, aber das kann man hier mal durchaus verzeihen.

Achtung: Mini-Spoiler in den Kommentaren! 😉

ISBN: 978-3833301490

385 Seiten

Originaltitel: The Kite Runner

Berliner Taschenbuch Verlag

€10,50

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§ 3 Antworten auf Drachenläufer – Khaled Hosseini

  • Suey sagt:

    Ich fand das Buch so ergreifend. Bei mir ist das Lesen auch schon einige Zeit her, deswegen habe ich nicht mehr alle Details im Kopf, aber ich weiß noch wie mich das Ende mit Hassans Sohn so mitgenommen hat. War es nicht so, das er das, was ihm in Afghanistan bei den Taliban passiert ist, auch am Ende des Romans nicht überwunden hat?
    Ich erinnere mich daran, das mich der Film deswegen so irritiert hat, weil es dem Jungen dort begann besser zu gehen.

    Liebe Grüße.

  • Julia sagt:

    Das Ende ist diesbezüglich recht offen, es findet eine ganz kleine Annäherung zwischen Amir und Hassans Sohn statt. Aber ich würde auch nicht sagen, dass er es schon überwunden hat, was mit ihm passiert ist.
    Klar würde man sich für diese Geschichte ein „echtes“ Happy End wünschen, aber ich fand es angemessen, weil alles andere irgendwie nicht gepasst hätte und wahrscheinlich übertrieben gewirkt hätte. Es ist leider nur realistisch, dass man so etwas – wenn überhaupt – nicht so schnell verarbeiten kann.
    Werde mir sicher auch noch irgendwann die Verfilmung anschauen – aber so wie du es beschreibst, hat man es doch etwas mehr auf ein Happy End getrimmt?

  • Suey sagt:

    Ja, hat man leider :/ Das hat mich auch sehr irritiert, weil ich gerade das nicht vorhandene Happy End beim Buch als passend für diese Geschichte empfand.
    Ich kann verstehen das man bei der Verfilmung gewisse Freiheiten hat und auch braucht, aber das fand ich irgendwie unpassend.

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