Wie war das mit Rezensionen und Spoilern?

1. Juni 2011 § 8 Kommentare

Vorab-Info: Es geht hier um „Die Therapie“ von Fitzek, meine aktuelle Lektüre. Und es geht um Spoiler, deswegen vorsichtig sein, falls ihr das Buch noch nicht kennt, aber unbedingt demnächst noch lesen wollt.

Lovelybooks ist ja diese Bücher-Community, wo man u.a. Bücher bewerten und rezensieren kann. Mit „rezensieren“ ist eigentlich gemeint, dass man eine Inhaltszusammenfassung liefert, das Buch bewertet etc., aber bitte, bitte nicht das Ende verrät (siehe auch diese Diskussion bei Blauraum, wo es u.a. um Spoiler in Rezensionen geht.). Man will ja die Leute nur auf ein Buch aufmerksam machen und ihnen nicht gleich das Lesen ersparen. Soweit, so selbstverständlich.

Moment – selbstverständlich? Nein, anscheinend nicht – und Achtung, das Bild unten kann man anklicken, es enthält aber einen Mega-Spoiler!

Joa, danke auch. Einfach mal so die Auflösung zu dem Ganzen rausgehauen. Nicht weiter schlimm, wenn man das Buch schon kennt. Blöd für die, die es grade lesen. Da kann man dann nämlich die Spannung so richtig genießen, wenn man sich eh die ganze Zeit denkt: Ach, Leute, stellt euch nicht so an, ich weiß genau, dass… siehe oben. Da wird ein Thriller erst richtig gut. Das ist die hohe Kunst der Rezension.

Die einzig offene Frage meinerseits: Wer zum Henker gibt dafür auch noch !fünf! Favoritenherzchen???

Wenn man nicht vom Spoilern lassen kann, dann sollte man am besten nur noch Biografien von irgendwelchen mittelalterlichen Königen besprechen – da ist ja eh schon klar, dass die Hauptperson am Ende stirbt.

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§ 8 Antworten auf Wie war das mit Rezensionen und Spoilern?

  • Ada Mitsou sagt:

    Hallo Julia,
    da stimme ich dir vollkommen zu. Mal abgesehen davon, dass ich oben Geschriebenes nicht als Rezension einstufe, sondern als kurzen Kommentar, sollte man gerade bei Krimis und Thrillern versuchen, sich inhaltlich auf ein Minimum zu beschränken. Bei Romanen darf man meiner Meinung nach schon mal etwas mehr verraten bzw. ausführlicher auf den Inhalt eingehen, solange man nicht die entscheidenenden Momente oder gar den Ausgang der Geschichte offen legt.

    Von der Herzchenvergabe halte ich übrigens allgemein nicht so viel, da ich die Anzahl der Herzen schon oft nicht nachvollziehen konnte. Ab und zu schreibt ein Rezensent z.B. sowas wie „Rezension darf erst ab dem 00.00.2010 veröffentlicht werden“ und bekommt allein für diesen Satz/diese Ankündigung sechs, sieben, acht Herzchen. Waren das die Freunde? Hat jemand die Herzchenerklärung nicht durchgelesen? Pure Vorfreude auf die Rezension? Ich weiß es nicht und kann die Methodik auch nicht nachvollziehen. Vielleicht sammelt jemand gerne Eselsohren. Doch da es für Eselsohren nichts gibt, leuchtet mir dieser mögliche Beweggrund auch nicht ein.
    Wie auch immer, ich verteile Herzen für gute Rezensionen und freue mich über jedes, das auf ähnliche Weise an mich vergeben wird. Spoiler hingegen bekommen einen passenden (freundlichen) Kommentar, dass man die Rezension in Hinsicht auf das Lesevergnügen doch bitte ändern möge.

    Liebe Grüße,
    Ada

  • Blauraum sagt:

    Das ist wie bei Amazon mit dem „hilfreich“, das wird glaube ich einfach nur von Freunden vergeben? Wobei vielleicht hat in diesem Fall auch jemand deacht: „Toll, das denke ich auch“ und deshalb einfach mal die volle Punktzahl verteilt.

  • Julia sagt:

    Ich habe die Autorin der entsprechenden Rezension mal drauf hingewiesen, mal sehen, obs was bringt. Vor mir hatte außerdem schon jemand anderes entsprechend kommentiert.
    Über die Herzchenvergabepraxis hab ich mich auch schon öfter gewundert. Genau, wie du schreibst – ich hatte mal eine Rezension gelesen, wo nur stand, dass die Rezensentin den Autor getroffen hat und ihn total nett fand – dafür kriegte sie über 20 Herzchen. Hm. Wie ich manchmal Pinnwand-Einträgen entnommen hab, werden die wohl einfach mal pauschal vergeben, wenn man zufällig auf der Seite landet und den Buchgeschmack gut findet – oder wenn das Foto gefällt oder was weiß ich.
    Ich vergebe die auch nur für gute Rezensionen, so wie’s halt auch gedacht ist… Naja, man kanns wohl nicht ändern. 🙂

  • nomadenseele sagt:

    Ich finde, dass gerade bei Amazon massiv gespoilert wird. Manchmal sehe ich dort nach, ob jemand das Buch genauso schlecht findet wie ich und dann steht da die ganze Auflösung 🙄 .

    Meinem Eindruck nach nimmt dies immer mehr zu.

  • Julia sagt:

    Bei Amazon ist mir das jetzt noch gar nicht so aufgefallen, da muss ich mal drauf achten.
    Allgemein finde ich aber, dass man sehr oft (Sowohl bei Amazon als auch bei Lovelybooks) solche nichtssagenden, „alles ganz toll“-Rezensionen liest: „Super Buch, total spannend, hat mir voll gut gefallen, werde jetzt auch alle anderen Bücher von XY lesen!“. Da frage ich mich dann auch, ob das irgendwie Freunde vom Autor sind – das klingt immer so verdächtig danach, als hätten die das Buch gar nicht gelesen, wollten aber unbedingt was Positives schreiben…

  • Gecko sagt:

    Hallo Julia

    Amazon-Rezensionen lese ich meistens nur, wenn ich das Buch schon beendet habe… ich kann mich da nie entscheiden, ob die Rezensionen was taugen, oder nur Lobhudeleien sind.

    Aber zur Herzchen Vergabe bei LB hab ich eigene Erfahrungen sammeln dürfen. Ich habe mal ausversehen die Tags unter Rezensionen abgespeichert… und prompt hagelte es Sternchen. Seither weiß ich da sammelt entweder jemand Eselsohren… wofür auch immer, oder jemand weiß nicht was eine Rezension ist. Ich hätte lieber eine PN über meinen Fehler bekommen als Herzchen.
    Ob es eine gute Rezi ist oder nicht verraten einem die Herzchen nicht, und so fette Spoiler sind wirklich mehr als ätzend. Hast du denn schon eine Reaktion auf deine Mail bekommen?

    Lieben Gruß,
    Gecko

  • Julia sagt:

    Ich nutze die Rezensionen manchmal schon als Orientierung – wenn ein Buch nur mittelmäßig oder schlecht bewertet wurde, überleg ich mir den Kauf schon nochmal (kommt drauf an, was genau kritisiert wird).

    Schräg, das mit den Herzchen nur für die Tags… Ein gutes Beispiel, wieviel es tatsächlich aussagt…
    Die Tags sind übrigens ein anderes Thema: Wieso legt man bei Büchern, die nicht zu einer Serie o.Ä. gehören, ein Tag für die Hauptperson an? Wenn man sich zu den Büchern mal die Tagwolken anschaut, kommt da auch so einiges Absurdes zutage.
    Jaja, Lovelybooks-Lästern ist super und ergiebig. 😉

    Mittlerweile wurde die Rezension geändert – ist zwar immernoch nicht besonders aussagekräftig, aber wenigstens ist kein Spoiler mehr drin.

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