Die Therapie – Sebastian Fitzek

9. Juni 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Nun ja, meinen kleinen Rant dazu habt ihr ja wahrscheinlich schon gelesen. Ich war da echt ange….. nervt, und ich würde einfach mal behaupten, dass es eine Eigenschaft gibt, die universal für alle Menschen gibt: Man will einfach nicht schon vorher wissen, wie das Buch oder der Film ausgeht. Punkt.

Mittlerweile finde ich es fast ein wenig lustig, dass jemand da einfach so die Auflösung verrät – noch ohne Spoilerwarnung etc. Aber lassen wird das.

Mein Problem ist jetzt nur noch: Eine Rezension à la „Spannung bis zum Schluss“ nimmt man mir jetzt nicht mehr so recht ab, oder? 😉 Wie dem auch sei.

Die Handlung ist die folgende: Der bekannte Psychiater Viktor Larenz hat vor vier Jahren seine kleine Tochter Josy verloren. Sie war monatelang krank, kein Arzt konnte ihr helfen – und dann ist sie plötzlich verschwunden, ohne eine einzige Spur. Viktor hat das vollkommen aus der Bahn geworfen, er hat seine vorher gut gehende Praxis aufgegeben, und während seine Frau Isabell sich mit Arbeit ablenkt, zieht sich Viktor in seiner Trauer immer mehr zurück.

Um den Kopf wieder etwas frei zu bekommen, verlässt er Berlin in Richtung seines Ferienhauses auf der Insel Parkum. Doch eines Abends sucht ihn dort die Kinderbuchautorin Anna Spiegel auf: Sie wurde von seinem Praxisnachfolger geschickt, weil sie unter schlimmen schizophrenen Schüben leidet. Während eines solchen Schubes erwachen alle von ihr erschaffenen Personen zum Leben, sie muss alle Szenen, die sie sich für ein Buch ausgedacht hat, wenig später auch in ihrem wirklichen Leben mitansehen. Viktor lehnt zunächst ab, sie zu therapieren, weil er ja ursprünglich einfach nur seine Ruhe wollte, doch dann erzählt Anna von ihren neuesten Wahnvorstellungen, und diese ähneln bis auf Details der Leidensgeschichte seiner eigenen Tochter.

Anna hat sich für eine Geschichte das Mädchen Charlotte ausgedacht, das ebenfalls an einer mysteriösen Krankheit leidet – und Viktor weiß: Wenn er Anna erzählen lässt, wird er auch erfahren, was mit Josy passiert ist. Dafür ignoriert er sein Unwohlsein bei der Sache, die Warnungen der anderen Inselbewohner und die immer häufiger auftretenden mysteriösen Zwischenfälle, die irgendwie mit Anna zusammenzuhängen scheinen…

… Okay, okay, es war trotzdem noch spannend. Ich muss da differenzieren: Das große Mysterium war natürlich schon gelüftet, aber interessant war noch der Weg dorthin. Und da gabs doch noch einige Überraschungen, auch wenn ich schon so nach und nach einen Verdacht hatte. Alles in allem hat es mir also echt gut gefallen.

Ist zwar keine hohe literarische Kunst, sprachlich gehts recht einfach und bodenständig zu, aber dieser Roman erfüllt die Erwartungen, die man auf den Namen Fitzek setzt: Spannung und gute Unterhaltung, zumindest für ein paar Stunden (denn dann hat man das Buch in der Regel auch schon wieder ausgelesen – es liest sich wahnsinnig schnell weg, was für gestresste Magisterarbeitsschreiberinnen aktuell von Vorteil ist…).

ISBN: 978-3426633090
336 Seiten
Knaur
€8,99
 
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