Jäger in der Nacht – Oliver Bottini

11. April 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Momentan ist hier leider ein bisschen der Wurm drin. Ich habe eine Phase von ziemlich großer Rezensionsunlust, obwohl ich in der letzten Zeit verhältnismäßig viel zum Lesen kam. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht recht, woran das liegt, aber jetzt möchte ich mich endlich mal wieder melden… Wie schon bei dem letzten Band gilt mein großer Dank Annina, die mir auch „Jäger in der Nacht“ hat zukommen lassen – mit dem Vermerk, dies hier sei ihr liebster Bonì-Band. Dann wollen wir mal sehen…

Zunächst scheint es so, als sei die verwöhnte Studentin aus reichem Hause nur für ein paar Tage aus ihrem behüteten Alltag ausgebrochen. Doch dann wird ein 15jähriger ertrunken am Rheinufer im Freiburger Umland aufgefunden; sein Freund gibt zu Protokoll, sie hätten am Tag vorher eine schwer verletzte junge Frau in einer Scheune gefunden – einige Stunden später war sie wieder verschwunden und der Junge tot. Die zwei etwas wunderlichen, älteren Schwestern, denen die Scheune gehört, wissen ganz offensichtlich mehr über diese beiden Fälle, als sie vor Louise zugeben wollen.

Doch während diese noch versucht, auf eigene Faust (bzw. auf „Louise-Art“) etwas herauszubekommen, gibt es einen weiteren Toten: Ein Familienvater wird erstochen aufgefunden. Als sich bereits in der ersten Befragung seiner Frau und seiner Tochter Abgründe auftun, wird den Freiburger Kripoleuten allmählich klar, dass die drei Fälle auf eine Weise zusammenhängen, wie man es eigentlich lieber nicht wissen will. Doch als die Polizei dem Täter mehrmals dicht auf der Spur ist, er aber jedes Mal offenbar nur knapp entkommen ist, kommt ihnen die Erkenntnis, dass alles noch viel schlimmer ist: Könnte einer von ihnen – ein Polizist – mit diesen Morden etwas zu tun haben?

Ich gehe da eigentlich mit Annina d’accord: Auch mir hat dieser Band sehr, sehr gut gefallen. Insbesonders diese leicht melancholische Grundstimmung hat es mir angetan, zusätzlich zu dem wirklich spannenden und gut komponierten Fall, der einen allerdings auch in menschliche Abgründe blicken lässt (soviel darf ich wohl sagen, ohne zuviel zu verraten)… Ich habe auch hier wieder nichts zu meckern!

Louise hatte ja am Ende des dritten Bandes Ben Liebermann kennengelernt, der mittlerweile in Freiburg als Wachmann arbeitet. Sie tasten sich so langsam an ein Beziehungsdasein heran, was den beiden einsamen Wölfen noch etwas schwer fällt. Aber man kann eigentlich gar nicht anders, als ihnen das Beste zu wünschen – ich bin gespannt, wie es mit den Zweien in Band 5 weitergeht!

Der einzige Wermutstropfen? So, wie ich das sehe, habe ich jetzt nur noch einen Band dieser Reihe vor mir…

ISBN: 978-3596172689
336 Seiten
Fischer Taschenbuch
€8,95
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