Julia – Anne Fortier

31. Mai 2012 § 2 Kommentare

Ein Buch, das so heißt wie ich, muss ich doch lesen, oder? 😉

Die titelgebende Julia ist zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Janice bei ihrer älteren Tante Rose aufgewachsen – ihre leiblichen Eltern waren bei einem Unfalls in Italien, wo die beiden auch geboren wurden, getötet worden.

Janice und Julia sind sich überhaupt nicht grün und bekommen sich bei der kleinsten Angelegenheit in die Haare. Umso erstaunlicher ist, was passiert, als Tante Rose stirbt und ihr Testament eröffnet wird: Janice wird Alleinerbin des Hauses, Julia bekommt dagegen nur eine alte Truhe mit Briefen und anderem Papierkram. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, dass Janice alles Wertvolle erben soll! Doch Julia bekommt noch einen Brief von Tante Rose: Darin bittet sie sie, nach Italien zu reisen – ihre Mutter war damals, ehe sie starb, einem Familiengeheimnis auf der Spur und Julia solle dem weiter nachgehen. Dabei liegt ein Pass, ausgestellt auf den Namen Guilietta Tolomei – dies, so schreibt Rose, sei ihr Geburtsname.

Bereits am Flughafen in Florenz macht sie scheinbar zufällig Bekanntschaft mit Eva Maria Salimbeni, die sie mit den ersten Leuten in Siena bekannt macht – unter anderem mit ihrem Neffen Alessandro.

Doch bald merkt Julia, das irgendetwas faul ist: Sie wird von fremden Männern verfolgt, die Leute scheinen ihren Namen irgendwoher zu kennen und dann wird auch noch in ihr Hotelzimmer eingebrochen.

Es stellt sich schnell heraus, worin das Familiengeheimnis liegt: Im Jahre 1340 gab es bereits eine Guilietta Tolomei – sie war damals in Romeo Marescotti verliebt, musste aber aus politischen Gründen einen anderen heiraten: Den Patriarchen der Familie Salimbeni, um dadurch die Familienfehde zwischen den Tolomeis und den Salimbenis zu beenden. Diese tragische Liebesgeschichte zwischen Guilietta und Romeo soll die wahre Vorlage für Shakespeares Romeo und Julia gewesen sein.

Damit nicht genug: Es gibt außerdem noch einen Fluch auf den Familien, uralte Gegenstände, hinter denen jeder herzusein scheint und natürlich findet Julia alias Guilietta auch ihren Romeo… Das ist ja fast schon klar. 😉

Es gibt hier natürlich, wie sich das gehört, mehr als genug Wendungen bzw. Überraschungen und auch einen zünftigen Showdown. Ob das jetzt alles so realistisch war – ich finde nicht. Für mich hätte es ein bisschen weniger von allem (Männer mit basilikumfarbenen Augen, anyone? Oder war’s Thymian?) sein dürfen. Dafür hätte ich mir eine realistischere Ausarbeitung der Charaktere gewünscht – da wundert man sich doch über so manche Meinungsänderung. Kann man mal lesen, wenn grade leichte Unterhaltung gefragt ist, muss man aber auch nicht. Auch nicht, wenn das Buch den eigenen Namen trägt.

ISBN: 978-3810506788
637 Seiten
Originaltitel: Juliet
Krüger
€19,95
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§ 2 Antworten auf Julia – Anne Fortier

  • susa sagt:

    so ähnlich habe ich auch meine meinung zu dieser julia kundgetan….kann man lesen, muss man aber nicht. das einzige, was mich bewogen hat, es bis zur letzten seite zu lesen, war die kulisse von siena.
    lieben gruß,
    susa

  • Julia sagt:

    Ja, das stimmt – wobei ich Siena so gut wie gar nicht kenne (Tagesausflug dorthin im Rahmen eines Toskanaurlaubs vor ca. 15 Jahren), deswegen hat’s das für mich nicht gebracht. Aber wer die Stadt besser kennt, kann damit bestimmt noch mehr anfangen.
    Du hast zu dem Buch ja eine sehr treffende Kurzrezension geschrieben – „wie Wassereis“ triffts m.E. nach genau! 😀

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