Die Firma – John Grisham

13. Juni 2012 § Ein Kommentar

Ich bin hier grade dabei, meinen großen Rezensionsstau der letzten Wochen abzuarbeiten. Jetzt bin ich aber endlich wieder bei meiner grade beendeten Lektüre angekommen und hoffe, dass ich ab jetzt wieder direkter nach dem Lesen posten kann.

Also, „Die Firma“. Wir lernen Mitch McDeere kennen, einen jungen und vielversprechenden Harvard-Absolventen. Er wird von verschiedenen Anwaltskanzleien umworben, entscheidet sich aber für die Firma Bendini, Lambert & Locke in Memphis. Diese macht ihm einfach das beste Angebot: Höheres Gehalt als anderswo, Prämien am laufenden Band, günstige Kredite für Häuser und Luxusautos, Urlaub in firmeneigenen Apartments und die Aussicht auf einen Ruhestand mit 50, garantiert als Millionär. Andere wären vielleicht skeptisch geworden (zumal diese Firma von Gleichstellung nicht allzu viel hält, denn Frauen und Schwarze sucht man unter den Anwälten vergeblich), nicht so Mr. McDeere. Er nimmt an, zieht nach Memphis und stellt sich zusammen mit seiner Frau Abby auf ein komfortables Leben ein, weit weg von ihrer ärmlichen Herkunft in Kentucky.

Skeptisch wird Mitch erst, als er in einer Mittagspause von einem FBI-Mann angesprochen wird: Die Firma Bendini sei in kriminelle Machenschaften verstrickt und man wolle Mitch warnen. Dieser wehrt den Kontaktversuch brüsk ab, meldet ihn seinen Chefs und wird natürlich beruhigt: Das FBI störe sich lediglich an manchen Klienten der Kanzlei, die in unsaubere Steuergeschäfte verwickelt seien. Die Firma an sich tue aber nur ihren Job, deswegen müsse er nichts befürchten.

Doch Mitch ist misstrauisch geworden und lässt sich auf weitere Kontakte mit dem FBI ein. Er erfährt, dass er beschattet und abgehört wird, dass er gezielt mit „legaler“ Arbeit eingedeckt wird, um von den eigentlich kriminellen Geschäften abgelenkt zu werden: Die Firma Bendini gehört der Mafia und ist unter anderem in Geldwäscheaktivitäten verwickelt. Die Anwälte werden mit Geldgeschenken buchstäblich gekauft und halten den Mund – diejenigen, die bisher misstrauisch wurden und nachzuforschen begannen, kamen bald darauf bei „Unfällen“ ums Leben. Mitch muss sich jetzt entscheiden: Entweder, er tut das, was alle Anwälte tun, ist dann aber lebenslang Mitwisser (und landet möglicherweise irgendwann im Knast), oder er kooperiert mit dem FBI, hilft bei der Beschaffung von belastendem Material und riskiert sein und Abbys Leben, könnte sich dann aber wieder im Spiegel ansehen.

Mitch ist natürlich der absolute Überflieger – kann alles, weiß alles und hat für fast alles eine Lösung. Damit ist schon in etwa klar, worauf das Ganze hinausläuft. Es wird selbstverständlich sehr rasant und überaus spannend (über 500 Seiten schafft man sonst nicht immer in zwei Tagen). Mit dem Ende war ich etwas unzufrieden, es kommt ein wenig … plötzlich und ist nicht so wirklich realistisch. Ansonsten ist dieses Buch gute, solide Thrillerkost und schön actionreich allemal.

ISBN: 3-453-87996-1
558 Seiten
Originaltitel: The Firm
Heyne Verlag
€4,70
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