Das falsche Haus – Michael Krüger

7. Juli 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

IMG_6890Auch dieses Buch hier stammt noch aus den Regalen meiner Tante. Und leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen.

Der Protagonist und Ich-Erzähler, der seinen Namen nicht nennt, ist eigentlich nur für einen Kongress nach Hamburg gereist. Als er so durch die Stadt spaziert, trifft ihn in einer eher vornehmeren Wohngegend ein schmutziger Fußball, gekickt von einem Jungen aus einem Garten. Dessen Mutter sieht das Malheur und bietet dem Erzähler an, ihm ein frisches Hemd zu leihen. Dieser nimmt an und findet sich bald in einer zunehmend eigenartigen Situation wieder. Er könne doch auch noch duschen, meint die Frau, und legt ihm dafür neben dem Hemd noch ein komplettes Set an frischer Kleidung bereit. Er bekommt noch etwas zu Essen angeboten, gefolgt von der Bitte, vielleicht noch kurz Babysitter zu spielen, während sie unterwegs ist. Sie sei jedoch gegen Mitternacht zurück, dann könne er wieder gehen.

Er willigt ein, um bald darauf mit weiteren Eigenarten konfrontiert zu werden: Einem Mann, der wie wild gegen die Terrassentür hämmert, dem Sohn der Frau, der es schon als gegeben ansieht, dass der Erzähler der neue Freund der Frau sei und hier einziehen werde und schließlich die Frau selbst, die viel später als angekündigt zurückkehrt und immer wieder neue Gründe erfindet, wieso der Erzähler doch noch bleiben solle.

Die Leserin erfährt die ebenfalls eigenartige Familiengeschichte und bekommt eine Ahnung, dass hier mehr als nur ein bisschen schief läuft. Gleichzeitig fand ich es schwer, mich irgendwie von dieser Geschichte besonders berühren zu lassen. Mich nervte die Weinerlichkeit des Erzählers, der irgendwie aus diesem Haus wegmöchte, aber doch aus fadenscheinigen Gründen bleibt, ich kam nicht wirklich an die Charaktere heran und alles in allem war mir unklar, was mir diese Geschichte sagen sollte. Ich wartete die ganze Zeit darauf, dass noch etwas passierte, weil die Story irgendwie darauf hinläuft, aber als es dann passierte, ließ es mich auch wieder kalt. Naja.

ISBN:  978-3518413494
175 Seiten
Suhrkamp
€8,95
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