Leises Gift – Greg Iles

27. Juli 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

IMG_7891Ein Buchcover mit großer, roter Schrift bedeutet ja in der Regel „Hochspannung, Baby!“ Ob Mr. Iles dieses Versprechen ebenfalls halten kann? Schauen wir mal nach:

Der Arzt Dr. Chris Shepard bekommt eines Tages Besuch in seiner Praxis: Eine Frau mit stark vernarbtem Gesicht bittet ihn um ein Gespräch. Alex Morse, so ihr Name, ist FBI-Agentin, wurde aber nach einem Unfall im Dienst (daher auch die Narben) beurlaubt. Sie ermittelt trotzdem in einer Sache auf eigene Faust. Alex ist einer Reihe von Todesfällen auf der Spur, die alle eines gemeinsam haben: Alle Opfer sind mit überaus wohlhabenden Partnern verheiratet gewesen, und bei allen hat ebendiese/r Partner/in einen bestimmten Scheidungsanwalt kontaktiert. Die Todesfälle sehen allesamt aus wie natürliche Tode: Leukämie, Schlaganfälle und ähnliches. Und so hätte wohl keiner etwas Böses vermutet, wäre nicht eines der Opfer die Schwester von Alex gewesen, die ihr kurz vor ihrem Tod noch zugefüstert hatte, dass ihr Mann sie ermordet hätte.

Alex heftet sich auf die Fersen des Scheidungsanwaltes und findet heraus, dass dieser offenbar eine neue Klientin hat: Thora Shepard, die Frau von Chris. Sie will Chris warnen und ihn gleichzeitig um seine Hilfe bitten, denn vielleicht können sie über Thora weitere Hinweise bekommen.

Chris kann seiner Frau natürlich nicht mehr unbefangen entgegentreten, da er nicht weiß, auf welchem Weg die Krankheiten der bisherigen Opfer ausgelöst wurden: Durch vergiftete Nahrungsmittel, durch Medikamente, durch medizinische Behandlungen? Zu allem Überfluss findet Chris heraus, dass Thora tatsächlich eine Affäre hat – und da ihn das überzeugt hat, versuchen die beiden gemeinsam, Chris‘ Leben zu retten und die Täter zur Strecke zu bringen.

Als Leserin weiß man schon recht früh, wer diese Täter sind und (in etwa jedenfalls), welche Methoden sie anwenden, um ihre Opfer ohne Spuren zu töten. Und wir wissen, wie skrupellos sie jeden umbringen, der ihnen irgendwie im Weg stehen könnte.

Ob das Szenario so 100%ig realistisch ist, müssen andere entscheiden. Auch sind die Charaktere (vor allem die Bösen) etwas überzeichnet – Kategorie „James Bond-Bösewicht“. Aber das alles schadet eigentlich gar nicht so sehr – schöne Strandlektüre, wie ich fand, mit spannendem Showdown.

ISBN: 978-3-404-15967-3
602 Seiten
Originaltitel: True Evil
Bastei Lübbe
€9,95
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