Abgebrochen: Das Rote Kornfeld – Mo Yan

7. September 2014 § 6 Kommentare

Ich halte mich ja nicht für besonders zart besaitet. Ich bin mit Medizinern befreundet und man findet kaum ein Gesprächsthema, das mir bei Tisch den Appetit verderben würde. Aaaaaber… bei den Gewaltdarstellungen in diesem Buch wurde es mir bereits auf den ersten 80 Seiten schon zweimal schlecht. Das lass ich lieber.

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Tödliche Spiele (Die Tribute von Panem, Bd. 1) – Suzanne Collins

4. August 2014 § Ein Kommentar

Nein, ich lese mitnichten so viel zur Zeit, ich muss nur meine Motivation grade nutzen, um meinen Rezensionsstau abzuarbeiten. Nachdem nun diese Trilogie sogar schon verfilmt wurde und mich die Filme auch interessiert hatten, wollte ich vorher noch unbedingt die Bücher lesen. Und die sollen ja so SPANNEND sein!! Der erste Band durfte mich auch direkt mal wieder auf eine Dienstreise begleiten (die erfahrene Dienstreisende weiß, dass man bei manchen Trips lieber schonmal prophylaktisch für Spannung sorgt – manchmal braucht man das. Dieses Mal wäre es zwar gar nicht nötig gewesen, aber better safe than sorry. Ihr wisst schon).

Das Amerika der Zukunft ist in 12 Distrikte aufgeteilt. Es gab auch mal einen 13. Distrikt, doch dieser wurde nach einem Aufstand dem Erdboden gleichgemacht. Seitdem veranstaltet die Regierung zur Machtdemonstration jedes Jahr die so genannten Hungerspiele: Die Namen aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 wandern dabei in jedem Distrikt in einen großen Lostopf. Diejenigen (1 Junge, 1 Mädchen), deren Namen gezogen werden, werden als Tribute in die Hauptstadt, das Kapitol, entsandt. Die Tribute müssen sich in einer Arena bekämpfen, bis nur noch einer überlebt hat und zum Sieger ernannt wird. Das Ganze wird live im TV übertragen und ist ein riesiges Ereignis.

Katniss, ihre kleine Schwester Prim und ihre Mutter leben im 12. Distrikt, einem der ärmsten Distrikte. Katniss jagt illegal im Wald und ernährt so ihre Familie. Prim ist ihr Ein und Alles, die Mutter ist seit dem Tod des Vaters depressiv und antriebslos. Als für die diesjährigen Hungerspiele Prim ausgelost wird, meldet sich Katniss freiwillig, um ihre kleine Schwester zu retten. Ihr Partner wird Peeta, ein Bäckersjunge, der ihr vor einigen Jahren das Leben gerettet hat. Die Tribute werden zunächst in die Hauptstadt gebracht, um dort ein Training zu erhalten und durch öffentliche Auftritte um Sponsoren zu werben.

In der Arena hat Katniss nicht nur mit ihren Gegnern zu kämpfen: Einsamkeit, Wasserknappheit und Verletzungen machen ihr zu schaffen. Zudem ist sie sich nicht im Klaren, was Peeta eigentlich für eine Agenda hat: Dieser hatte bei seinen Auftritten auf einmal den Verehrer von Katniss gespielt – oder ist er tatsächlich schon lange in sie verliebt? Aber wieso scheint er sich dann zunächst mit anderen Tributen gegen Katniss zu verbünden? Wie auch immer, überleben wollen schließlich alle. Und Katniss hat sich geschworen, heil nach Hause zu Prim und zu ihrem Freund Gale zurückzukehren.

Katniss ist eine sehr interessante Heldin. Sie ist tough und unabhängig, natürlich, aber mit Ecken und Kanten und Schwächen. Das hat mir sehr gut gefallen, sie ist endlich mal ein role model, wie man es sich grade für Mädchen öfter wünscht. Die Story an sich hatte außerdem viel Drive; dass sie ein Pageturner ist, haben viele vor mir schon gesagt und geschrieben.

Teil 2, ich komme!

ISBN: 3-86274-141-9
416 Seiten
Originaltitel: The Hunger Games
Verlag Friedrich Oetinger
€8,99 (ebook)

Der Medicus – Noah Gordon

6. Juli 2014 § 7 Kommentare

IMG_7753Eine Kollegin sprach mir neulich kurzerhand so lange meine Kompetenz als Literaturbloggerin ab, bis ich „Der Medicus“ gelesen hätte. Es sei nämlich so ein tolles Buch und jeder sollte es kennen. Was soll ich sagen? Challenge accepted. Sie hat es mir netterweise gleich ausgeliehen und jetzt kann ich endlich mitreden.

Da es schon alle außer mir kennen, kann ich mir eine weitschweifige Inhaltsangabe sparen: Der Waisenjunge Rob wird von einem reisenden Bader als Gehilfe aufgenommen. Wir schreiben das 11. Jahrhundert, und Bader waren auf den Dörfern eine Mischung aus Alleinunterhaltern, Medizinern und Apothekern. Rob und der Bader führen Zaubertricks und Jonglagekunststücke auf, behandeln Krankheiten und Verletzungen und verkaufen ein selbstgebrautes Wunderelixier, das vor allem aufgrund seines hohen Alkoholgehalts Wunder wirkt.

Rob entdeckt sein Talent fürs Heilen, und als der Bader nach einigen Jahren des gemeinsamen Umherziehens stirbt, beschließt Rob, sich zum Medicus ausbilden zu lassen. Ein Medicus hatte damals um einiges mehr an Wissen über die Heilkunst und konnte daher Krankheiten besiegen, denen ein Bader machtlos gegenüber stand. In England gibt es zwar einige Stätten, wo man diese Ausbildung genießen kann, aber den besten Ruf dafür hat das persische Isfahan. Rob hat sich schnell entschieden, dass er diese weite und gefährliche Reise auf sich nehmen muss, um seinen großen Traum zu verwirklichen.

Das ist der Startpunkt eines großen Abenteuers, in dessen Folge Rob mit einer Karawane nach Konstantinopel und vorn dort aus weiter nach Isfahan reist. Dort lebt er dann der Einfachheit halber undercover als Jude, lernt Persisch und wird tatsächlich als Medizinstudent angenommen. Er schafft es sogar, ein Vertrauter des Schahs zu werden – was ihm zwar Privilegien bringt, aber nicht ganz ungefährlich ist.

Also, ich wurde nicht enttäuscht. „Der Medicus“ ist wirklich eine schöne, stimmige Abenteuergeschichte, die zwar ein paar (wenige) Längen hat und einen Protagonisten, der mir manchmal ein bisschen zu sehr Mr. Superman war, die aber dafür meistens mit Spannung und viel, viel Zeitkolorit punktet. Hab ich gern gelesen.

ISBN: 978-3453471092
848 Seiten
Originaltitel: The Physician
Heyne Verlag
€9,99

 

Das Bernsteinamulett – Peter Prange

13. Februar 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

IMG_7650Wenn ich eine solche Familiensaga in die Hand nehme, erwarte ich: 1) Unterhaltung aus dem eher leichteren Fach 2) Großes Drama, viel Schicksal und viele „Auch das noch!“-Momente 3) Große Gefühle und schlechte Liebesszenen. Und hey, dieses Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt und mich wirklich gut unterhalten.

Erzählt wird hier die Geschichte der Familie Reichenbach in der Zeit zwischen 1944 und 1990. Zentrale Figur ist Barbara, die als Tochter aus reichem Hause auf dem Gut Daggelin im Pommerischen aufwächst und mit 19 ihre große Liebe Alexander heiratet. Wenn diese Hochzeit zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort stattgefunden hätte, wären die beiden vielleicht ganz unspektakulär zusammen alt geworden. So geht Alex jedoch wieder zurück an die Front, gerät in sowjetische Gefangenschaft und kommt erst Jahre später wieder zurück. Mit Vorrücken der Russen muss Barbara derweil das Gut aufgeben und sich mit einem kleinen Dienstbotenhäuschen zufriedengeben. Sie verfällt zu allem Überfluss dem überaus exotisch-attraktiven Sowjetmajor Belajew (Bonus: Er ist noch wahnsinnig geheimisvoll!) und wird von ihm schwanger. Doch obwohl ihr Sohn Christian wie eine Kopie seines leiblichen Vaters aussieht, ahnt natürlich der zurückgekehrte Alex später nichts von den Umständen dessen Zeugung.

Alex kehrt also unter falschem Namen zurück in die DDR, er und Barbara bekommen noch zwei weitere Kinder, Werner und Tina. Doch Alex landet aufgrund unglücklicher Umstände im Gefängnis. Nach seiner Entlassung ist das Maß endgültig voll und die Familie plant die Flucht in den Westen. Zunächst reisen, im Sommer 1961, Alex und Tina zu Verwandten nach Essen aus, dann will Barbara mit Christian und Werner nachkommen. Doch dann wird die Mauer gebaut und die Familie ist wieder getrennt…

So, hier jetzt mal ein Cut, es passiert noch mehr als genug. Es gibt natürlich noch weitere Nebenhandlungen, jede Menge Intrigen und die passenden Charaktere dazu (die ehemals überzeugte Nazi-Anhängerin, die sich trotz Vergewaltigung durch Rotarmisten hastdunichtgesehen zu einer durch und durch sozialistischen Funktionärin wandelt; außerdem den ehemaligen SA-Mann, der über die Zwischenstation „Kriegsgewinnler“ schnell Karriere in der Bonner Republik macht und exzellente Ostkontakte pflegt…).

Ich muss sagen: Mir hat dieses Buch wirklich Spaß gemacht. Die Familie Reichenbach ist nun wahnsinnig vom Schicksal gebeutelt, man kann gar nicht anders als mitfiebern – und trotzdem weiß man natürlich, dass am Ende alles gut werden wird.

Also, kurz nochmal überprüfen: 1) Check 2) Check. Definitiv. 3) Öhm ja, auch das ist ein klares check.

Alle Erwartungen erfüllt, Leserin zufrieden.

ISBN: 978-3426621592
511 Seiten
Weltbild Verlag
€9,99

Fräulein Niemand – Tomek Tryzna

3. Dezember 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

IMG_7421Marysia ist ein 15jähriges Mädchen im Polen der Wendezeit zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Ihre Familie ist nicht reich und so sind alle erstmal froh, als der Vater in der Stadt einen besseren Job bekommt und sie in eine schönere und moderne Wohnung umziehen können, wo es sogar fließend Wasser gibt.

In der neuen Schule hat Marysia zunächst einen schweren Start – sie wird als Landei verspottet, und keiner will etwas mit ihr zu tun haben. Schließlich aber freundet sie sich mit Kasia an, die ebenfalls Außenseiterin ist.

Kasia ist Musikerin, trägt außergewöhnliche Klamotten, hat Stimmungsschwankungen und kommt häufig einfach gar nicht erst zur Schule. Sie verbringt ihre Freizeit in der Regel damit, Musik auf ihrem Synthesizer zu komponieren. Die beiden Mädels kommen auf seltsame Ideen, um sich ihre „Freundschaft“ zu beweisen und einander herauszufordern. Doch eines Tages geht Kasia dabei zu weit und der Kontakt zu Marysia bricht ab.

Doch sofort bemüht sich Ewa um sie. Ewa ist wunderschön, geheimnisvoll und neureich. Noch dazu fährt sie Motorrad und macht Männern schöne Augen. Für die anfangs etwas naive Marysia ist das eine vollkommen neue Welt, in der sie sich erst befangen, dann aber immer selbstbewusster bewegt. Sie ist schließlich überzeugt, Model zu werden und der Armut entkommen zu können.

Doch so allmählich steigert sich Marysia in diese Ideen hinein, sie hat Tagträume (oder sind das schon Wahnvorstellungen?), man weiß nicht mehr, was real ist und was nur in ihrem Kopf passiert. Und zum Ende hin ist es nur noch abgefahren…

Zunächst: Es ist oft nervig und kaum auszuhalten, wie die Freundinnen jeweils miteinander umgehen. Spannend ist dagegen die Entwicklung Marysias, obwohl (oder gerade weil?) sie sich eher zum Schlechten hin entwickelt: Vom Naivchen zur selbstbewussten jungen Frau, die aber letztlich doch irgendwie unsicher bleibt und ihren Platz noch nicht gefunden hat. Unterm Strich fand ich die Protagonistinnen  die allermeiste Zeit mindestens ein bisschen nervig, oft aber auch fast unerträglich anstrengend und ätzend. Das hatte ich bisher so auch selten.

Rezension in einem Satz? Die sehr poetische, metaphorische Sprache hat mir gut gefallen, die Handlung und vor allem die Charaktere eher weniger.

ISBN: 978-3442725007
366 Seiten
Originaltitel: Panna Nikt
btb
vergriffen und nur noch gebraucht für ein paar Euro erhältlich

1984 – George Orwell

6. November 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Naja, es ist ja in der aktuellen politischen Großwetterlage fast schon phantasielos, Orwell zu rezensieren. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass ich dieses Buch schon zum bestimmt vierten Mal gelesen habe und es auch alle paar Jahre mal wieder zur Hand nehme – es gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Meine Ausgabe ist noch aus dem elterlichen Regal gemopst und mein Vater hatte damals einen Artikel über das Buch aus der ZEIT von 1983 zwischen die Seiten gelegt. Dient mir jedes Mal als Lesezeichen.

Die Geschichte dürfte im Groben bekannt sein: Die Welt im Jahr 1984 ist in drei Machtblöcke aufgeteilt: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Auf dem Luftflottenstützpunkt Nr. 1 (heute wie eh und je als „London“ bekannt) lebt Winston Smith in einem heruntergekommenen Wohnblock; sein Job besteht darin, alle möglichen Dokumente und Veröffentlichungen der jeweils neuen Version der Geschichte anzupassen. Die Vergangenheit, so lernen wir, ist vollkommen veränderbar. Die herrschende Partei verfährt damit nach Gutdünken, verändert Zahlen und Behauptungen und lässt Personen, die in Ungnade gefallen sind, komplett aus der Geschichte tilgen. Das nennt sich dann „Vaporisierung“: Die vollständige Auslöschung von unliebsamen Personen, so als hätten sie nie existiert.

Die Welt des Jahres 1984 ist, und so wurde dieses Jahr bereits zu Metapher, geprägt von totaler Überwachung. Zum einen durch technische „Errungenschaften“ wie den Televisoren, die sowohl Empfangs- als auch Überwachungsgeräte sind, zum anderen durch die Gedankenpolizei, die überall und nirgends ist. Keinem kann man mehr vertrauen, jeder könnte der Geheimpolizei angehören und sogar Kinder verraten ihre Eltern – einfach so, wenn es sein muss. Freundschaften, Liebesbeziehungen und Sexualität sollen ausgemerzt werden, es zählt einzig und alleine, dass man sein Leben, seine ganze Freizeit und seine Emotionen der Partei widmet.

Durch Neusprech sollen schließlich sogar die Gedanken der Menschen in genehme Bahnen gelenkt werden: Indem „schlechte“ Begriffe eliminiert werden, sollen Gedankenverbrechen (das bloße Nachdenken über Abweichendes) unmöglich gemacht werden – denn wie soll man Dinge denken oder tun können, für die man gar keine Begriffe hat?

Über all diesem schwebt der Große Bruder, von dem man eigentlich gar nicht so recht weiß, ob er wirklich existiert. Der Große Bruder ist für alles Gute verantwortlich und wird nicht ohne Grund als ein Stalin-Lookalike beschrieben. Bedingungslose Liebe zum Großen Bruder, grenzenloser Hass gegenüber seinen Gegnern, diese Devise gilt für die Bewohner Ozeaniens.

Winston ist davon eher weniger überzeugt. Er macht seinen Job und lässt sich bei den endlosen, öden Parteiveranstaltungen nach Feierabend blicken, aber er begibt sich auf Abwege – zunächst gedanklich, dann auch durch kleine rebellische Taten. Eines Tages fällt ihm eine Kollegin auf: Eine junge Frau, die immer ganz vorne dabeisein zu scheint, wenn es um Parteianliegen geht und die bei allem die Eifrigste ist. Winston hasst ihre Hinhabe und ihre offensichtliche Systemtreue, er ist überzeugt, dass sie Mitglied der Gedankenpolizei ist. Doch eines Tages gesteht sie ihm ihre Liebe, die beiden werden ein Paar und Winston bemerkt, dass Julia nur so konform tut. Für Julia ist ihre Anpassung der beste Schutz: Wer immer an vorderster Front überall mitmacht, der würde nicht so schnell verdächtig.

Zunächst geht es den beiden nur darum, sichere ( = unbeobachtete) Plätzchen für ihre Schäferstündchen zu finden. Doch allmählich bewegen sie sich ernsthafter Richtung Widerstand und nehmen schließlich Kontakt auf zu ihrem gemeinsamen Kollegen O’Brien, der irgendetwas zu wissen scheint. Gehört er vielleicht dieser geheimnisvollen Bruderschaft an, die gegen den Großen Bruder arbeiten soll und die immer das Ziel der großen Hasstiraden ist? Zuerst scheint es ganz danach auszusehen, doch wie das eben so ist im Jahr 1984: Man kann niemandem vertrauen.

Wie schon gesagt, dieses Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Das, obwohl es gleichzeitig eines der düstersten, deprimierendsten und hoffnungslosesten Bücher ist, die ich kenne. Darüber hinaus hat es allerdings eine Message, die zwar wahnsinnig überstrapaziert (und oft auch nur aus dem Hörensagen zitiert wird), trotzdem aber sehr, sehr wichtig ist.

Natürlich ist 1984 als Warnung vor dem Totalitarismus des 20. Jahrhunderts geschrieben worden. Die Anspielungen auf Praktiken des Nationalsozialismus und des Stalinismus sind zu deutlich. Aber gleichzeitig nimmt Orwell die technologischen Entwicklungen ein stückweit vorweg, so dass diese Geschichte dem einen oder anderen auf gruselige Weise sehr hellsichtig scheinen dürfte.

Ob man Orwell jetzt immer und ständig zitieren muss, wenn man über die NSA, ACTA, die Unionsparteien oder allgemeines Datenkrakentum redet, sei dahingestellt. Ich finde, man darf ihn in diesen Debatten gerne wieder sparsamer einsetzen und muss nicht immer die „Große Bruder“-Keule schwingen. Denn eigentlich ist sein „1984“ immer noch ein starkes Plädoyer gegen staatliche Überwachung, gegen Gleichschaltung und gegen den Totalitarismus in seiner grausamsten Form.

ISBN: 978-3548234106
384 Seiten
Originaltitel: Nineteen Eighty-four
Ullstein Taschenbuch
€9,95

Abgebrochen: Schindlers Liste – Thomas Keneally

8. Juli 2013 § Ein Kommentar

Es kommt selten genug vor, dass ich ein Buch beiseite lege und mir vornehme, lieber die Verfilmung anzuschauen. Hier war das der Fall, nach ca. 100 Seiten hatte ich keine Lust mehr. Ich weiß nicht, was mit dem Autor los war, aber der Schreibstil kam mir absolut inkonsistent vor – ständig springt er zwischen einzelnen Zeitebenen, er führt manchmal ohne erkennbaren Zusammenhang Personen ein, er schaffte es für mich überhaupt nicht, mich bei der Stange zu halten. Ich frage mich hier wirklich, ob ich irgendwie eine andere Version von diesem Buch erwischt habe, das alle durchweg so gut bewerten.

Schade, denn die Geschichte um Oskar Schindler und seine Judenrettungsaktion hätte mich sehr interessiert. So bin ich froh, dass das Buch auch (wie man sagt) ganz gut verfilmt wurde und ich so noch eine Möglichkeit habe, das nachzuholen.

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