Zeitschriften-Entdeckung

17. März 2009 § 3 Kommentare

Ein Lichtblick am Horizont in der trostlosen Frauenzeitschrifts-Landschaft will es sein, das Missy Magazine, das es aktuell in der zweiten Ausgabe an allen Bahnhofs- und Flughafenkiosks bundesweit zu kaufen gibt (in größeren Städten auch an anderen Verkaufsstellen). Ich habe mir das aufgrund der vielen positiven Beiträge in Presse und Blogs mal angeschaut und bin positiv überrascht.

Okay, für einen feministischen Anspruch braucht es für mich persönlich nicht zwingend das Binnen-I, aber gut, einen Tod muss man wohl sterben. Das Missy Magazine versteht sich – ihr ahnt es – als feministisch, was zwar auch durch die Dauerbrenner §218 und Frauenwahlrecht deutlich wird und dadurch, dass bei einer Plattenrezension bemängelt wird, die Sängerin nehme allzu oft die Rolle der „passiv wartenden Geliebten“ ein. Verzichtet wird dagegen – und das ist wunderbar – auf Diättipps und Modestrecken mit gephotoshoppten (hm, der Ausdruck ist wohl doch nicht so gut) Models – ob man stattdessen mit den Tipps für den Klamottenkauf im Berufsbedarfsgeschäft soviel anfangen kann, soll jeder für sich entscheiden (Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen auch nach Feierabend z.B.), aber: Es ist, trotz dieser kleinen Kritikpunkte (und hier hör ich auf zu meckern), überaus löblich, dass man nicht ständig mit absolut unrealistischen Erwartungen konfrontiert wird, wie man auszusehen hat und wie man konsumieren soll.

Von der Thematik her gibt es durchaus die Themen, die auch in anderen Zeitschriften auftauchen: Mode, Politik, Musik, Bücher, Sex und Partnerschaft, Porträts und Interviews, teilweise aber aus einem anderen oder sogar neuen Blickwinkel. Aber das größe Plus ist, dass ich als Leserin mal nicht für dumm verkauft werde. Schauts euch mal an!

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